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15.06.2006

Themenwoche zu Menschen­rechten

Eine Themenwoche zu Menschenrechten veranstaltet die Ilmenauer Gruppe von amnesty international beginnend mit dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni bis zum Internationalen Tag gegen Folter am 26. Juni. Eine Podiumsdiskussion, eine Ausstellung und Unterschriftenaktionen sind ab kommenden Dienstag geplant.

Nicht erst seit der diesjährigen Rekordzahl von afrikanischen Flüchtlingen mit dem Ziel Europäische Union gewinnt das Thema Flucht fast täglich an Brisanz. Krieg, Hunger, Vertreibung oder Verfolgung sind weltweit Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni lädt die Ilmenauer Gruppe von amnesty international (ai) an diesem Datum um 19 Uhr zu einem Themenabend in den Humboldtbau, Raum HU 129, der Technischen Universität Ilmenau ein. Mit einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Flüchtlingsland – Deutschland“ soll ein Forum geben werden, in dem sich über Fragen zur Flüchtlingsproblematik in Deutschland und weltweit informiert und ausgetauscht werden kann.

Als Podiumsgäste geladen sind Rodlan Ahmatow aus Grosny, der 1998 während des zweiten Tschetschenienkrieges aus seiner Heimat flüchten musste, Eckehard Peters, Ausländerbeauftragter des Landes Thüringen, Michael Stade vom „Aktionsbündnis gegen rechte Gewalt Gotha und Landkreis“ und Prof. Dr. Joachim Weyand vom Institut für Rechtswissenschaft der TU Ilmenau.

Die Diskussion wird moderiert vom Russland-Experten der deutschen Sektion von amnesty international, Peter Franck. Der ehrenamtliche ai-Mitarbeiter ist Richter am Berliner Kammergericht.

Im Januar dieses Jahres schob die Bundesrepublik Deutschland erstmals einen tschetschenischen Flüchtling ab. Und zwar entgegen Einschätzungen und Berichten zur Menschenrechtssituation von relevanten staatlichen und nichtstaatlichen Stellen, die auf die Gefahrenlage für Tschetschenen in ihrer Heimat verweisen, wie ai-Deutschland berichtete. Somit befinde sich der Flüchtling in der konkreten Gefahr, verhaftet und misshandelt zu werden sowie zu „verschwinden“, so ai weiter.

Zum Weltflüchtlingstag wird außerdem in der Mensa auf dem Campus der TU Ilmenau eine Ausstellung eröffnet, die etwa eine Woche lang Bilder und Texte zum Thema Kindersoldaten zeigt und bis zum Internationalen Tag gegen Folter am 26. Juni geöffnet sein wird.

An beiden Tagen, am Weltflüchtlingstag (20. Juni) und am Tag gegen Folter (26. Juni) wird die Ilmenauer ai-Gruppe zur Mittagszeit einen Informationsstand in der Ilmenauer Mensa betreiben und Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen sammeln.

Die Ilmenauer Hochschulgruppe von amnesty international besteht zum Großteil aus Studenten, die unter anderem mit Unterschriftenaktionen weltweit die Wahrung von Menschenrechten unterstützen. Mehr Informationen und Kontakt zur Gruppe gibt es unter amnesty-ilmenau.de im Internet.