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Preisgekrönter Film über eine traurige, aber wahre Begebenheit: Hochschulfilmclub und amnesty international zeigen „Hotel Ruanda“.
An diesem Donnerstag, 18. Januar 2007, zeigen der Hochschulfilmclub und die Ilmenauer Hochschulgruppe von amnesty international (ai) den Film „Hotel Ruanda“. Die Vorführung beginnt 21 Uhr im Helmholtz-Hörsaal der TU Ilmenau, der Einritt kostet 3 Euro für Studenten und Schüler, 4 Euro für Verdiener. Vor und nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit ai-Mitgliedern.
Informationen zum Film:
Ruanda im Jahr 1994: In dem kleinen afrikanischen Staat eskalieren die schon lange schwelenden Rassenkonflikte zwischen Hutu und Tutsi. Im April beginnen die Hutu in einem barbarischen Völkermord systematisch Tutsi niederzumetzeln. Etwa 800.000 Menschen verloren in nur 100 Tagen ihr Leben.
„Hotel Ruanda“ erzählt die wahre Geschichte von Paul Rusesabagina, der während des Völkermordes 1268 Menschen das Leben rettete. Der Hotelmanager Paul, ein Hutu, führt mit seiner Frau, einer Tutsi, und drei Kindern ein glückliches Leben; die Geschäfte laufen gut. Bis zu dem Zeitpunkt, als der ungebremste Rassenhass im ganzen Land losbricht und der Stempel im Ausweis – Hutu oder Tutsi – über Leben und Tod entscheidet.
Das luxuriöse „Hotel des Milles Collines“ wird zur Rettungsinsel für hunderte Menschen und Paul versucht jeden einzelnen der geflüchteten Tutsi, wie Hutu, die sich an den Morden nicht beteiligen wollen in einem Drahtseilakt zwischen Diplomatie und Bestechung zu retten. Ständig droht der getarnte Zufluchtsort aufzufliegen, durch unberechenbare Milizen, den allgegenwärtigen Hetzreden des Radiosenders RTLM und Verrätern. Die UN-Truppen vor Ort sind per Befehl zur Passivität verdammt und müssen dem Abschlachten mit Machete und Maschinengewehr hilflos zusehen. Die Bevölkerung Ruandas wird sich selbst überlassen.
Dem britischen Regisseur Terry George ist es eindrucksstark gelungen, den Zuschauer durch eine Vielzahl von Symboliken emotional mit einzubeziehen, ohne ihm dabei die Grausamkeiten des Völkermordes visuell aufzuzwingen. Verzweiflung, Hass, Hilflosigkeit und Hoffnung der jeweiligen Protagonisten zeichnet George in prägenden Szenen nach, die in jedem Fall berühren.
„Hotel Ruanda“ wurde für drei Oscars nominiert und gewann den „Cinema for Peace Award“, einen „Political Film Society Award“ sowie den Humanitas-Preis 2005.
Die Ilmenauer Hochschulgruppe von amnesty international besteht zum Großteil aus Studenten, die unter anderem mit Unterschriftenaktionen weltweit die Wahrung von Menschenrechten unterstützen. Mehr Informationen und Kontakt zur Gruppe gibt es unter amnesty-ilmenau.de im Internet.