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18.06.2012

Ilmenauer haben Waffen an den Nagel gehängt

Insgesamt haben über 150 IlmenauerInnen mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für striktere Waffenkontrollen gesetzt. Die unterschriebenen Petitionslisten wurden nach Berlin geschickt und werden von dort aus dem UNO-Botschafter übergeben. Wir sagen danke und werden über den Fortgang der Aktion informieren.



Seien es Bananen oder Erdöl. International wird beinahe jeder Güterhandel durch Normen reglementiert, ausgenommen: der Handel mit Waffen. Nun soll dieser inakzeptable Zustand im Juli dieses Jahres von der UNO korrigiert werden. Vom 2. Juli bis 27. Juli hat sich die Staatengemeinschaft daher das Ziel gesetzt, ein Waffenhandelsabkommen (Arms Trade Treaty) zu beschließen. Diese einmalige Gelegenheit nutzte Amnesty International, um eine internationale Unterstützungskampagne zu starten.

150 Ilmenauer BürgerInnen und die Amnesty-Gruppe Ilmenau befürworten diese Aktion und fordern ebenfalls:

Keine Waffen für Menschenrechtsverletzungen: Die Lieferung von Rüstungsgütern darf nicht genehmigt werden, wenn damit schwere Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts begangen werden können oder die Armutsbekämpfung in den Empfängerländern gefährdet wird.

Keine Ausnahmen: Alle Arten von konventionellen Rüstungsgütern - Waffen, Munition, Bauteile, Motoren, Technik - müssen von dem Vertrag erfasst sein.

Strikte Kontrollen: Jede Waffenlieferung muss vorab geprüft und genehmigt werden. Illegaler Waffenhandel muss konsequent bestraft werden. Alle Staaten müssen ihre Rüstungsexporte und -importe transparent machen.

Symbolisch wurden in Ilmenau die Waffen bereits an den Nagel gehängt. Nun fordern wir die Rüstungsmächte auf, diese goldenen Regeln für ein kugelsicheres Waffenhandelsabkommen umzusetzen.


FOTO LINKS IlmenauerInnen hängen Waffen an den Nagel
FOTO RECHTS Am Apothekerbrunnen. Andreas Beyer, Katharina Bock, Lukas Hermann (v.l.n.r)

08.06.2012/18.06.2012

Hände hoch für Waffenkontrolle

2012 besteht die einmalige Chance, dass die UNO einen strengen und weltweit gültigen Waffenkontrollvertrag beschließt. Um zu zeigen, wie viele Menschen einen einen solchen Vertrag unterstützen würden, werden Petitionslisten gesammelt und zu den Verhandlungen der UN im Juli nach New York mitgenommen. Die Amnesty-Gruppe Ilmenau ist deshalb am Freitag den 08. Juni von 10 bis 12 Uhr am Apothekerbrunnen in Ilmenau und am Montag den 18. Juni ab 11.00 Uhr am Campus der TU Ilmenau mit einem Infostand vertreten. Dort gibt es die Möglichkeit, sich in die Petitionsliste einzutragen und somit einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung einer strikten Rüstungsimport und -exportkontrolle zu leisten.

Jede Stimme zählt!

Weitere Informationen zum Thema "internationaler Waffenhandel" sowie zur Online-Petition: http://www.amnesty.de/haende-hoch-fuer-waffenkontrolle